
Kostenlos Golf ausprobieren am 6. Mai / Bundesweite Aktion des DGV
Rotenburg / Westerholz, April 2012. - Unter dem Motto „Vorbeikommen, Ausprobieren, Spaß haben“ lädt der Golfclub Wümme am Sonntag, 6. Mai, gemeinsam mit über 350 anderen Golfanlagen zum fünften bundesweiten Golf-Erlebnistag ein. Von 12 bis 17 Uhr ist jeder auf der Golfanlage auf Hof Emmen herzlich willkommen, der Lust hat, den großen Sport mit dem kleinen weißen Ball kostenlos und unverbindlich auszuprobieren. Die Ausrüstung wird gestellt. Mitzubringen sind lediglich Sportschuhe und bequeme Kleidung.
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Fragen an Dr. med. Marcus Hausdorf, Sportmediziner mit golfspezifischer Zusatzausbildung (Golfmedicus), Schneverdingen
Die erste Frage an den Experten: Belastet Golf den Rücken?
Dr. Hausdorf: Dabei sollte man bedenken, dass viele Menschen erst sehr spät mit dem Golfspielen anfangen. Wer vorher schon 20 Jahre etwa Tennis oder Fußball gespielt hat, bringt auch eine Vorgeschichte mit in Form von Verschleiß und degenerativ verminderter Belastbarkeit. Hinzu kommt, dass das Erlernen komplexer Bewegungsabläufe wie etwa des Golfschwungs, je älter man wird, nicht mehr so leicht fällt. Bei Fehlern in der Schlagtechnik können sich Beschwerden einstellen oder bestehende Beschwerden eventuell verschlimmern, ohne dass die Ursachen beim Golfen zu suchen wären. Die Bewegungsabläufe lassen sich aber im Einzelfall anpassen. Deshalb sollte man mögliche Erkrankungen immer vorher mit dem Trainer oder einem golfsportqualifizierten Sportmediziner besprechen.
Sollte ich einen Arzt aufsuchen, bevor ich mit dem Golfspielen beginne?
Dr. Hausdorf: Bei ausgeprägten Vorerkrankungen wäre das sinnvoll. Ansonsten gilt aber, dass Golf gesundheitlichen Problemen nachweislich vorbeugt. Golf hilft bei der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht um die Hälfte reduzieren. Immerhin bedeutet eine Runde Golf, dass ich mich rund vier Stunden an frischer Luft bewege, in dieser Zeit eine Gehstrecke von 10 bis 12 Kilometern zurücklege und – je nach Spielstärke – durchschnittlich zwischen 72 und 98 mal den Ball schlage, was volle Konzentration und Körperbeherrschung voraussetzt.
Und wie beugt man Verletzungen vor?
Dr. Hausdorf: Unbedingt ein Aufwärmprogramm vor dem Spiel durchführen! Das senkt das Verletzungsrisiko deutlich! Darüber hinaus gilt das Motto. üben, üben, üben und Spielpraxis sammeln. Nicht nur Anfänger sind gut beraten, regelmäßig den Schwung von einem Trainer kontrollieren zu lassen um zu verhindern, dass sich Fehler einschleichen.
Ihr Motto lautet: Besser gesünder golfen! Was raten Sie Golfspielern?
Dr. Hausdorf: Neben dem notwendigen Aufwärmprogramm vor dem Spiel ist es das Wichtigste, Konzentrationsverluste zu vermeiden. Das setzt körperliche Fitness und eine mentale Fokussierung auf den Schlag voraus. Ich empfehle jedem Golfer ein ergänzendes Konditionstraining, etwa joggen oder Rad fahren. Zudem gelingt es wesentlich besser, die Konzentration während der Golfrunde aufrecht zu erhalten, wenn man sich mit dem Mental Game beschäftigt, also psychologischen und mentalen Übungen zur Lenkung der Konzentration. Und noch etwas: Für den Erhalt der Konzentrationsfähigkeit ist es ganz wichtig, auf der Runde ausreichend zu trinken.